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Wussten Sie….
..., dass einige Pflanzen, die im besonders zeitigen Frühjahr oder gar im Winter blühen,zur Bildung einer Art Frostschutzmittel fähig sind. Die Kälte bewirkt, dass Stärke in Zucker umgewandelt wird, dieser hat einen höheren Molekülanteil im Wasser, der dafür sorgt, dass der Gefrierpunkt in den Zellen etwas herabgesetzt wird, sich so keine Eiskristalle bilden, die sich ausbreiten und die Zellen zerstören würden. Da für diesen Prozess ein bis zwei Tage nötig sind sollte man im GWH gezogene Pflanzen natürlich nicht direkt hinaus pflanzen, bzw. stellen, sondern sie langsam abhärten
…dass der Schlafmohn (Papaver somniferum) seit 1978 in Deutschland verboten ist? Selbst die schönen Ziersorten, die Mohnliebhaber der Blüten, nicht der Samen wegen schätzen. Englische Saatgutproduzenten dürfen Samen nach Deutschland liefern, aber der Anbau ist genehmigungspflichtig und es finden Kontrollen statt. Antragsformulare unter: www.bfarm.de/nn_424278/DE/Bundesopiumstelle/BtM/form/form-node.html__nnn=true (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)
…dass wer mulcht auch gut Düngen muss?...da die Bakterien dem Boden Stickstoff entziehen um den Mulch zu zersetzen, weshalb flach wurzelnde Stauden Probleme bekommen können und mit Mangelerscheinungen reagieren, daher das Staudenbeet lieber mit frischem Rasenschnitt (enthält genügend Stickstoff)mulchen, statt mit Rindenmulch.
…dass Meerrettich gegen Erkältungen hilft? Die scharfen Wurzeln des Meerrettichs tun dem Magen gut, regen das Immunsystem an und desinfizieren Mund- und Rachenraum. Damit er nicht zu scharf ist kann er mit Joghurt oder Sahne vermischt werden oder mit ins Salatdressing.
…dass die Blütenfarbe von Taglilien stark vom Wetter abhängig ist? Sollte sie eine Züchtung aus einer anderen Klimaregion erworben haben wundern sie sich nicht, dass die Blütenfarbe eventuell leicht abweicht, denn sie benötigt exakt die gleichen klimatischen Bedingungen um dieselbe Farbe auszubilden. Kaufen sie daher die Pflanzen blühend und in ihrer Region oder erfreuen sie sich einfach an der Blüte, auch wenn sie etwas anders aussieht, als es das Etikett verspricht.
…dass der Brennende Busch (Dictamus albus) seinem Namen alle Ehre macht? An heißen und sonnigen Tagen riecht man ihn aus großer Entfernung, besonders seine Samenkapseln verströmen eine Menge ätherisches Öl, an heißen Tagen kann man es sogar mit einem Feuerzeug entzünden. Er gehört zu den geschützten einheimischen Pflanzen, er duftet zitronig, mag lockere Böden und Sonne. Er blüht in weiß oder rosa. Man sollte ihn nur mit Handschuhen anfassen, denn die enthaltenen Furanocumarine verursachen zusammen mit dem Sonnenlicht “Brandblasen“, die schwer abheilen.
...dass sich zur Bekämpfung von Blattläusen und Co ein Gemisch aus dem Sud von Zigarettenkippen und Bier mit einem Spritzer Spülmittel eignet ?in regelmäßigen Abständen (alle 10Tage)um auch schlüpfende Brut zu erwischen
…dass Johannisbeeren helfen können Alzheimer vorzubeugen? Vieles spricht dafür, dass freie Radikale mit der Krankheitsentwicklung in Verbindung stehen, phenolreiche Lebensmittel wie schwarze Johannisbeeren “entschärfen“ diese freien Radikale.
…dass es Pfirsiche gibt, die wie plattgedrückt aussehen? Der Teller-Pfirsich “Saturn“ ist aromatisch, sehr süß und saftig , gelbfleischig und lässt sich gut vom Stein lösen. Er reift im August, ist robust, winterhart und mittelstark im Wuchs, leider auch anfällig für die Kräuselkrankheit.
…dass Flechten auf Bäumen keinen Grund zur Sorge darstellen oder gar den Bäumen schaden? Das Gegenteil ist der Fall, sie sind Anzeiger für saubere Luft. Wem sie dennoch missfallen, der sollte Engstände vermeiden, die Gehölze optimal versorgen und regelmäßig schneiden, sowie einen windoffenen Standort wählen.
…dass sie im Garten keinen Wecker brauchen? Wer weiß wie die Vögel singen, weiß wie früh es ist.90 min vor Sonnenaufgang beginnt der Gartenrotschwanz, innerhalb der nächsten viertel Stunde folgen Rotkehlchen und Amsel, weitere fünf min und der Zaunkönig stimmt ein. Ihm folgen eine Stunde vor Sonnenaufgang der Kuckuck, dann die Kohlmeise und der Zilpzalp. Knapp eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang beginnt der Buchfink und zwanzig min danach ist auch der Haussperling voll dabei. Der Star ist der Langschläfer und singt erst drauf los, wenn ihm die Sonne schon einige min aufs Gefieder scheint. Also schaffen Sie Nistplätze im Garten und lassen Sie sich sanft wecken.
... dass Schachtelhalm nicht nur ein "Unkraut" ist...? Die im Schachtelhalm enthaltene Kieselsäure macht Blätter von Zier- und Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten. Aus 1kg frischem oder 150g getrockneten Schachtelhalm kann man über Nacht mit 10l Wasser einen Sud ansetzen, ihn aufkochen und später 1:5 verdünnt regelmäßig spritzen - vorbeugend.
...dass der Säuregrad des Bodens für die Färbung der Hortensien verantwortlich ist? Temperatur, Wasserangebot und Säuregrad bestimmen die Verfügbarkeit von Aluminium im Boden. Wer blaue Hortensien haben will verbessert den Boden mit Torf und nutzt Spezialdünger. Sauer = Blau, Schwach Sauer = Violettrosa, Neutral = Rot oder Rosa
... das Bierfallen zwar den Schnecken zuleibe rücken, aber auch dem Igel oft den Garaus machen? Denn Igel trinken das Bier auch und fressen zudem die trägen alkoholisierten Schnecken, was zur Alkoholvergiftung führen kann.
... dass Schneckenkorn neben Schneckenzäunen die wohl einfachste und sicherste Methode ist den Vielfraßen beizukommen. Sie wirken unterschiedlich Eisen-III-oxid (Neudorff) verdirbt den Appetit, Metaldehyd (Celaflor) stört Schleimbildung und Fortbewegung und Methiocarb (Bayer) greift die Nervenzellen an.
... dass einige Zimmer- und Kübelpflanzen auf ungünstige Umweltbedingungen mit Knospenfall reagieren?
Gardenien mögen es nicht zuviel Dünger zu erhalten oder auszutrocknen, wenn sie Knospen angesetzt haben, zu trockene Luft sollte gemieden werden und die Temperatur im Optimum zwischen 16-18°C liegen, Temperaturen über 15°C, trockene Luft, Lichtmangel, Schwankungen in der Wasserversorgung und Standortwechsel sorgen bei den Kamelien für den Verlust der lang herbeigesehnten Blüten. Bei Blütenbegonien ist es vorwiegend die fehlende Luftfeuchte, während die Hoya (Porzellanblume) es nict verträgt wenn man ihre Blütenansätze vom Licht wegdreht, ähnlich geht es dem Zimmerhibiskus bei der Umstellung von Garten oder Balkon ins dunklere Haus, geringe luftfeuchte und zu wenig Wasser lassen mitunter sogar die Blätter ebenfalls rieseln, die Schlumbergera nehmen zu wenig Wasser, Licht und Luftfeuchtigkeit und zu kaltes Wasser übel, ebenso wie eine Überdüngung.
... dass richtige Futter wichtig ist, wenn man den heimischen Vögeln im Winter Gutes tun will ?
Vieles bietet schon der Garten, wenn man Samenstände von Stauden stehen lässt und Gehölze wie Weißdorn, Schlehe, Eberesche, Berberitze oder Pfaffenhütchen im Garten hat, hinzu kommen Sonnenblumen und Nüsse und natürlich Holunder, weniger beliebt, aber in strengen langen Wintern, sind Früchte vom Schneeball, Liguster und Sanddorn. Misteln in der Umgebung locken den Seidenschwanz an und auch Äpfel sind bei Amseln und Drosseln hoch im Kurs. Wird Körnerfutter ausgebracht, dann so dass es halbwegs hygienisch zugeht, wenig Weizen und eher mehr feine Sämereien dabei sind, das Futterhaus regelmäßig säubern und kleinere Mengen geben, damit nicht Schimmel und Fäule und Bakterien die Herrschaft übernehmen. Meisenknödel sind ebenfalls sehr beliebt und Specht und Kleiber freuen Zapfen und Nüsse...
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